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Hier darf ich einfach sein

Ein Gespräch mit Philipp einem engagierten Brändi Mitarbeitenden. Seit 24 Jahren arbeitet er mit Leidenschaft bei der Stiftung Brändi – in der Produktion Neubrugg, Gruppe Fertigung S5. Dort entstehen Produkte, die schweizweit bekannt sind, allen voran das Kultspiel Brändi Dog. Im Gespräch erzählt er von seinem Weg, von Teamgeist, Stolz und von einem Arbeitsplatz, an dem Inklusion gelebt wird.

Ein erster Eindruck, der blieb

„Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Tag“, sagt er und lächelt. „Mein damaliger Unternehmensleiter, Herr Roos, hat mir alles gezeigt – die Werkstatt, die Abläufe, die Menschen. Ich war beeindruckt, wie herzlich ich empfangen wurde, sogar vom Chef.“
"Seit wir den Digital Cutter haben, durfte ich schon am ersten Tag den Cutter bedienen. Das hat mich richtig stolz gemacht. Ich hatte das Gefühl: Die vertrauen mir!“ Heute arbeitet er immer noch dort – vier Tage pro Woche in der Fertigung, einen Tag am Cutter. „Ich mag die Abwechslung, das hält mich motiviert.“

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Brändi Dog Spielsegmente fasen

Handwerk mit Präzision und Herz

Aktuell arbeitet er an den Brändi Dog-Segmenten. „Ich fase die Teile beidseitig, da ist Genauigkeit alles. Wenn der Druck nicht gleichmässig ist, muss später von Hand nachgebessert werden – das probieren wir zu vermeiden.“ Früher war die Arbeit noch viel aufwendiger. „Bei den ersten Serien haben wir die Teile mit der Laubsäge ausgeschnitten. Wenn man da nur ein bisschen schief war, passte das Spiel nicht zusammen“, erzählt er lachend. „Dann hiess es: Feile holen und korrigieren!“ Heute nutzt er moderne Maschinen wie den Digital Cutter oder die Fasenmaschine – und selbstentwickelte Hilfsmittel. „Wir haben zum Beispiel einen Stab mit Handschuh gebaut, um die Teile besser zu säubern. Das funktioniert super. Solche kleinen Ideen entstehen einfach im Alltag.“

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Beim Säubern der Brändi Dog Segmente

Produkte, die verbinden

Dass seine Arbeit nicht irgendwo verschwindet, sondern in Haushalten in der ganzen Schweiz gespielt wird, erfüllt ihn mit Stolz.
„Ich kenne viele, die Brändi Dog spielen. Manche sagen mir: ‚Hey, das Spiel, das du mit produziert hast, steht bei uns auf dem Tisch!‘ Das ist schon ein gutes Gefühl.“ Auch privat ist er Fan: „Wir haben ein Brändi Bienenhotel im Schrebergarten – und Brändi Dog verschenke ich gerne. Es ist einfach eines der besten Spiele überhaupt!“ Und das Produkt entwickelt sich stetig weiter: „Früher konnte man nur zu zweit oder zu viert spielen. Heute gibt’s Erweiterungen bis zu sechs Personen. Ich finde es toll, dass solche Ideen wirklich umgesetzt werden.“

«Ich lebe mit diesen Produkten seit Jahren – und sie gehören einfach zu meinem Leben.»

Hier darf ich selbständig arbeiten – ohne Stress

Fehler? Die dürfen passieren. „Wenn ich etwas korrigieren kann, mache ich das selbst. Ich schätze, dass ich hier eigenständig arbeiten darf. Es gibt keinen Leistungsdruck. Man darf lernen, und das wird akzeptiert.“ Qualität bedeutet für ihn vor allem Verantwortung. „Ich überprüfe meine Arbeit immer selbst. Ich will, dass sie gut ist. Es macht einfach Freude, wenn am Schluss alles passt.“

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Am Digital Cutter die Brändi Dog Säckli zuschneiden.

Von der Laubsäge zum Digital Cutter

Ein Moment, auf den er besonders stolz ist, liegt schon etwas zurück: „Ich war damals bei der ersten Brändi Dog-Produktion dabei – mit dem Erfinder Gregor Schmucki. Wir haben wirklich Handarbeit gemacht. Heute wird das Spiel professionell hergestellt, aber die Seele steckt noch immer drin.“ Auch Prominente spielen das Spiel: „Die Fussball Frauennati war schon hier zu Besuch – und sie spielen Brändi Dog in der Pause. Das macht mich wirklich stolz.“ 

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Beim Schrumpfen des fertig verpackten Spiels.

Teamgeist, der trägt

„Wir haben ein tolles Team“, erzählt er. „Klar, man kommt nicht mit allen gleich gut aus, aber grundsätzlich ist die Stimmung sehr kollegial. Wir helfen einander – keiner lässt den anderen hängen.“ Ein besonderer Moment war der Betriebsausflug in den Europapark (2025). „Wir haben so viel gelacht – das war richtig schön. Und was ich sehr schätze: Ich kann mit meinem Chef offen sprechen. Einmal habe ich freiwillig unseren Klebetisch gereinigt – er hat das nicht als selbstverständlich genommen, sondern sich bedankt. Das zeigt, wie wertschätzend der Umgang hier ist.“

«Hier arbeitet man miteinander, nicht gegeneinander. Das macht Brändi besonders.»

Ein Arbeitsplatz, an dem Inklusion gelebt wird

Für ihn bedeutet Brändi vor allem Sicherheit und Zugehörigkeit. „Hier werde ich nicht gemobbt, hier habe ich keinen Stress. Und selbst wenn’s im Hintergrund mal hektisch ist – die Vorgesetzten federn das ab, wir spüren das kaum.“ Besonders wichtig findet er die gelebte Inklusion. „Im Frühling (2024) hatten wir eine Infoveranstaltung mit unserem obersten Chef Marcel Hossli. Danach wurde bei uns im Pausenraum das Schild Personaltisch entfernt. Das war für mich ein starkes Zeichen: Hier wird Inklusion nicht nur besprochen, sondern gelebt.“ Auch die Einführung der Du-Kultur fand er grossartig. „Das hat uns näher zusammengebracht. Man fühlt sich mehr als Teil des Ganzen.“

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Brändi Dog XS Stäbchen abzählen mithilfe einer Lehre.

„Ich wünsche mir, dass der Geist bleibt“

Wenn er an die Zukunft denkt, ist sein Wunsch klar: „Dass der Geist erhalten bleibt. Dass Brändi weiterhin ein Ort ist, an dem Menschen mit einer Beeinträchtigung arbeiten dürfen – ohne Druck, ohne Mobbing. Einfach ein geschützter, wertschätzender Arbeitsplatz.“
Und was würde er einem neuen Mitarbeitenden mitgeben? „Sei motiviert! Klar, es gibt auch monotone Arbeiten. Aber wenn du willst, kannst du hier viel lernen. Und das Wichtigste: Deine Arbeit wird hier geschätzt – das ist nicht überall so.“ 

«Ich bin gekommen und geblieben – weil ich mich hier wohlfühle und meine Arbeit zählt.»

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